Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Und was ist der Sinn des Lebens? Diese grossen Lebensfragen führen uns oftmals zu Gesprächen über unseren persönlichen Glauben. Vielen von uns fällt es aber schwer die passenden Worte dafür zu finden und solche Gespräche im täglichen Leben zu führen. Gerade diese Tatsache hat die Verantwortlichen des Kirchensonntag zum diesjährigen Leitsatz geführt: „Über meinen Glauben sprechen“. Der Laiensonntag in Sumiswald, gestaltet durch ein Team rund um Kirchgemeinderätin Eveline Rickli, versprach ein sehr vielfältiges und farbiges Programm mit Musik, den KUW 7/8-Schülerinnen und -Schülern und einem Inpunt von Andrea Blaser, Pastorin der Hope and Life Church, Hasle b. Burgdorf.
Renate Riesen,
Was ist "Kirchensonntag?
Der bernische Kirchensonntag wurde im Jahre 1912 eingeführt und hat eine mehr als hundertjährige Tradition. Es handelt sich dabei um einen Gemeindesonntag, an dem Laien einen Gottesdienst zu einem vom Synodalrat vorgegebenen Thema gestalten. Bereits im September 2019 haben die Vorbereitungen für Eveline Rickli und Karin Bryner, angefangen. Anlässlich der Fachtagung „Kirchensonntag“ der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn wurden die Verantwortlichen der Kirchgemeinden mittels Gruppenarbeiten, Vorträgen und Dokumentationen auf den speziellen Anlass vorbereitet. Anschliessend blieb dann noch Zeit, dass an der Tagung erworbene Wissen auf einen ganz persönlichen und auf die Kirchgemeinde zugeschnittenen Gottesdienst anzupassen. Dies ist den beiden Frauen, welche im Team noch von Vreni Wittwer unterstützt werden, in diesem Jahr ganz wunderbar gelungen.
Über den Glauben sprechen
Wenn wir den Begriff «Glaube» bei Wikipedia nachschlagen, wird uns dieser Begriff als «eine Grundhaltung des Vertrauens, vor allem im Kontext religiöser Überzeugungen“ erklärt, so Karin Bryner bei ihrer Einleitung. Viele von uns glauben an eine höhere Macht und an die Dreifaltigkeit (Vater, Sohn und Heiliger Geist). Wenn aber über den persönlichen Glauben gesprochen werden soll, sind viele von uns zurückhaltend. Daher wäre es gerade in der heutigen Zeit wichtig, Gedanken darüber auszutauschen und auch offen für andere Glaubensrichtungen zu sein. Die mitwirkenden KUW 7/8-SchülerInnen, führten den Anwesenden den schwierigen Umgang mit dem Glauben mit einigen etwas provokativen Aussagen vor Augen. Zum Beispiel: „Wenn Leute über den Glauben reden, wollen sie nur Andere vom richtigen Glauben überzeugen“ – dieser und ganz ähnliche Sätze hören wir doch immer wieder, wenn das Thema „Glaube“ in einer Gesprächsrunde aufgegriffen wird.
Musik wird GROSS geschrieben
Zu einem modernen und inspirierenden Gottesdienst gehört natürlich auch Musik! Eveline Rickli als sehr talentierte Sängerin hatte der Musik einen grossen Stellenwert an diesem Sonntagvormittag eingeräumt. Renate Zaugg (E-Piano), Samuel Zaugg (Trompete) und Simon Rickli (Klarinette) bildeten ein hochstehendes Trio, dem man sicher noch lange hätte zuhören mögen. Hühnerhautmomente bescherten aber die Sängerinnen des Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern. Nach einem ersten Sologesang wurde Eveline Rickli anschliessend durch Isabelle Rettenmund, bekannt als Sängerin der
Frauen-Mundartband «Härz», unterstützt. Die glasklaren und wunderschönen Stimmen der beiden Frauen berührten alle tief, und transportierten Gefühle von Geborgenheit und Zuversicht zum Publikum hinaus.
Input von Andrea Blaser
Viele in der gut gefüllten Kirche Sumiswald, waren aber sicher wegen des Inputs (Predigt) von Andrea Blaser, Pastorin «Hope and Life Church», Hasle b. Burgdorf gekommen. «Gerne wolle sie über den Glauben sprechen», so Blaser zur Einleitung. Seit Kinderjahren sei Gott ein treuer Begleiter und Freund für sie, ohne den sie sich ein Leben nicht vorstellen könne.
Bildlich erzählt sie von der Anziehungskraft welche Kirchen ganz allgemein auf sie ausüben würden. Auf Reisen besuche sie immer wieder verschiedenste Kirchengebäude und stelle dort vor allem eines fest: Ruhe und ein tiefer Frieden. Dies sei für sie ein Zeichen, dass Gott gerade dort zu finden sei – eben dort wo er auch aktiv gesucht wird - Matthäus 18.20 «Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen». Andrea Blaser bekräftigte auch immer wieder, dass der Glaube an Gott einen Frieden und eine tiefe Zufriedenheit in einem Menschen auslösen könne. Und das Frieden einer der ältesten Wünsche aller Weltreligionen sei, nicht nur des Christentums. Spannend war dann auch die Erzählung über ein Zusammentreffen mit einer Nachbarin, welche praktizierende Buddhistin ist. Eine andere Sichtweise auf den Glauben kann immer wieder bereichernd sein und im Gespräch können viele Vorurteile und Ängste abgebaut und geklärt werden. Sprechen wir also über unseren Glauben und scheuen uns nicht vor anderen Meinungen und Ansichten. Glaube ist so vielfältig wie die Menschheit.
Nach dem Gottesdienst waren noch alle im Kirchgemeindehaus zum Kirchenkaffee und feiner Züpfe eingeladen. Dort konnte dann ausgiebig über den Glauben gesprochen und ausgetauscht werden. Eveline Rickli hat mir ihrem Team einen modernen und animierten Gottesdienst der etwas „anderen Art“ auf die Beine gestellt – ein rundum gelungener Anlass!
Gerne werden sich die Predigtbesucherinnen und -besucher an die schönen Lieder, die stilvollen Musikstücke und den interessanten Input zurückerinnern.
Der bernische Kirchensonntag wurde im Jahre 1912 eingeführt und hat eine mehr als hundertjährige Tradition. Es handelt sich dabei um einen Gemeindesonntag, an dem Laien einen Gottesdienst zu einem vom Synodalrat vorgegebenen Thema gestalten. Bereits im September 2019 haben die Vorbereitungen für Eveline Rickli und Karin Bryner, angefangen. Anlässlich der Fachtagung „Kirchensonntag“ der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn wurden die Verantwortlichen der Kirchgemeinden mittels Gruppenarbeiten, Vorträgen und Dokumentationen auf den speziellen Anlass vorbereitet. Anschliessend blieb dann noch Zeit, dass an der Tagung erworbene Wissen auf einen ganz persönlichen und auf die Kirchgemeinde zugeschnittenen Gottesdienst anzupassen. Dies ist den beiden Frauen, welche im Team noch von Vreni Wittwer unterstützt werden, in diesem Jahr ganz wunderbar gelungen.
Über den Glauben sprechen
Wenn wir den Begriff «Glaube» bei Wikipedia nachschlagen, wird uns dieser Begriff als «eine Grundhaltung des Vertrauens, vor allem im Kontext religiöser Überzeugungen“ erklärt, so Karin Bryner bei ihrer Einleitung. Viele von uns glauben an eine höhere Macht und an die Dreifaltigkeit (Vater, Sohn und Heiliger Geist). Wenn aber über den persönlichen Glauben gesprochen werden soll, sind viele von uns zurückhaltend. Daher wäre es gerade in der heutigen Zeit wichtig, Gedanken darüber auszutauschen und auch offen für andere Glaubensrichtungen zu sein. Die mitwirkenden KUW 7/8-SchülerInnen, führten den Anwesenden den schwierigen Umgang mit dem Glauben mit einigen etwas provokativen Aussagen vor Augen. Zum Beispiel: „Wenn Leute über den Glauben reden, wollen sie nur Andere vom richtigen Glauben überzeugen“ – dieser und ganz ähnliche Sätze hören wir doch immer wieder, wenn das Thema „Glaube“ in einer Gesprächsrunde aufgegriffen wird.
Musik wird GROSS geschrieben
Zu einem modernen und inspirierenden Gottesdienst gehört natürlich auch Musik! Eveline Rickli als sehr talentierte Sängerin hatte der Musik einen grossen Stellenwert an diesem Sonntagvormittag eingeräumt. Renate Zaugg (E-Piano), Samuel Zaugg (Trompete) und Simon Rickli (Klarinette) bildeten ein hochstehendes Trio, dem man sicher noch lange hätte zuhören mögen. Hühnerhautmomente bescherten aber die Sängerinnen des Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern. Nach einem ersten Sologesang wurde Eveline Rickli anschliessend durch Isabelle Rettenmund, bekannt als Sängerin der
Frauen-Mundartband «Härz», unterstützt. Die glasklaren und wunderschönen Stimmen der beiden Frauen berührten alle tief, und transportierten Gefühle von Geborgenheit und Zuversicht zum Publikum hinaus.
Input von Andrea Blaser
Viele in der gut gefüllten Kirche Sumiswald, waren aber sicher wegen des Inputs (Predigt) von Andrea Blaser, Pastorin «Hope and Life Church», Hasle b. Burgdorf gekommen. «Gerne wolle sie über den Glauben sprechen», so Blaser zur Einleitung. Seit Kinderjahren sei Gott ein treuer Begleiter und Freund für sie, ohne den sie sich ein Leben nicht vorstellen könne.
Bildlich erzählt sie von der Anziehungskraft welche Kirchen ganz allgemein auf sie ausüben würden. Auf Reisen besuche sie immer wieder verschiedenste Kirchengebäude und stelle dort vor allem eines fest: Ruhe und ein tiefer Frieden. Dies sei für sie ein Zeichen, dass Gott gerade dort zu finden sei – eben dort wo er auch aktiv gesucht wird - Matthäus 18.20 «Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen». Andrea Blaser bekräftigte auch immer wieder, dass der Glaube an Gott einen Frieden und eine tiefe Zufriedenheit in einem Menschen auslösen könne. Und das Frieden einer der ältesten Wünsche aller Weltreligionen sei, nicht nur des Christentums. Spannend war dann auch die Erzählung über ein Zusammentreffen mit einer Nachbarin, welche praktizierende Buddhistin ist. Eine andere Sichtweise auf den Glauben kann immer wieder bereichernd sein und im Gespräch können viele Vorurteile und Ängste abgebaut und geklärt werden. Sprechen wir also über unseren Glauben und scheuen uns nicht vor anderen Meinungen und Ansichten. Glaube ist so vielfältig wie die Menschheit.
Nach dem Gottesdienst waren noch alle im Kirchgemeindehaus zum Kirchenkaffee und feiner Züpfe eingeladen. Dort konnte dann ausgiebig über den Glauben gesprochen und ausgetauscht werden. Eveline Rickli hat mir ihrem Team einen modernen und animierten Gottesdienst der etwas „anderen Art“ auf die Beine gestellt – ein rundum gelungener Anlass!
Gerne werden sich die Predigtbesucherinnen und -besucher an die schönen Lieder, die stilvollen Musikstücke und den interessanten Input zurückerinnern.



